Katy Derbyshire kommt aus London und lebt seit 1996 in Berlin. Dort übersetzt sie deutschsprachige Bücher ins Englische (u.a. von Sibylle Lewitscharoff, Inka Parei, Clemens Meyer, Helene Hegemann, Dorothee Elmiger, Simon Urban, Tilman Rammstedt), gibt die Online-Zeitschrift no man’s land mit heraus und betreibt inzwischen zwei Blogs. Bei love german books geht es um deutschsprachige Bücher und Übersetzung im Allgemeinen, bei Going Dutch with German Writers um Trinkabende mit deutschsprachigen Schriftstellern.
Silke Feltes treibt ihre Familie in den Wahnsinn, weil sie allzu oft Bücher verschlingend auf dem Sofa liegt und die Versorgung von Mann und Kindern vernachlässigt. „Fünf Bücher“ ist daran nicht ganz unschuldig. Gerne würde sie selber Bücher schreiben können, die eine Mischung aus Rowling, Pullman und Gaiman sind und wäre dann ganz erfolgreich, damit sie ihrer zweiten Leidenschaft frönen kann: weltweit herumreisen und überall das beste Essen entdecken und genießen. Bis dahin ist sie Textredakteurin eines Onlineportals für „Traditionelle Lebensmittel“ und schreibt gelegentlich auf Textbüro FoodArt über ‘lecker Essen‘, wie man im Ruhrpott sagt. Die Politikwissenschaftlerin war lange als Entwicklungshelferin in Afrika unterwegs und hat dort nur aufgrund ihres ausgezeichneten Spürsinns für kulinarische Genüsse überlebt. Erst spät hat sie ihre eigentliche Berufung, das journalistische Schreiben, entdeckt.
Ada Blitzkrieg, die mit bürgerlichem Namen eigentlich Clara Hitzel heisst, lebt und arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Gerade ist ihr erster Roman Dackelkrieg im Selbstverlag erschienen. Von sich selber sagt sie, dass Lesen keine Stärke sei, sondern ein Zeichen von Schwäche, aber die sei gut und notwendig.
Ute Hamelmann, in der Blogosphäre bekannter als Frau Schnutinger, ist Bloggerin und Cartoonistin. Sie veröffentlichte zwei Bücher im Hamburger Carlsen-Verlag, zeichnet wöchentlich für die “Bild der Frau” und illustrierte jüngst eine Geschichte von Woody Allen in der Jubiläumsausgabe der “Pardon”. Hauptberuflich arbeitet sie bei der Westdeutschen Lotterie. Als eingefleischte Westfälin wohnt sie mit ihrem Mann und zwei kleinen Söhnen dort, wo sie auch aufgewachsen ist, in dem Dörfchen Senden in der Nähe von Münster. Ohne ein Buch geht sie nicht ins Bett. Bei über 3.000 Büchern in der Bibliothek ihres Mannes fällt die Auswahl an geeigneten Kandidaten nicht schwer.
Friederike von Criegern ist Literaturwissenschaftlerin. Sie kommt von der Nordsee, hat Germanistik und Hispanistik studiert, einige Zeit in Südamerika gelebt und wohnt jetzt mit dem Lieblingsitaliener und ihrem Sohn in Göttingen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Iberoromanischen Literaturwissenschaft, interessiert sich vor allem für Lyrik und Narratologie und arbeitet manchmal auch als Übersetzerin und Dolmetscherin. Sie liest mit Bleistift und mag keine Hörbücher. Im Chor singt sie Alt 1 und ihr privates Blog führt sie als Percanta.
Katrin Seddig ist als Kind öfter von ihrer Mutter ausgesperrt worden, damit sie nicht verrückt würde (vom auf dem Bett-Rumliegen-und-Lesen) und frische Luft einatmete, sowie sich körperlich betätigte. Jetzt ist sie Autorin beim Rowohlt Verlag und atmet auch freiwillig manchmal frische Luft und manchmal betätigt sie sich auch körperlich. Ihr aktuelles Buch heißt “Eheroman” (Rowohlt Berlin, März 2012) und handelt tatsächlich von der Ehe. Sie wohnt in Hamburg und hat zwei entzückend pubertierende Kinder.
Susanne Ackstaller schreibt. Beruflich über Wirtschaft und über Mode. Privat über allerlei Schönes und Sonstiges. Nach 15 Jahren im Web ist sie an vielen Stellen zu finden, natürlich auch bei twitter und bei facebook . Ein Leben ohne Bücher? Ebenso unvorstellbar wie ein Leben ohne Internet! Die Liste unverzichtbarer Bücher auf fünf zu reduzieren, war nicht leicht und hinterlässt definitiv ein unbefriedigendes Gefühl.
Annette Sandner von culinary pixel hat ein großes und stetig wachsendes Bücherregal, genauer gesagt ein analoges Kochbuchregal und eine digitale Kindle-Bibliothek. Sie kocht und fotografiert mit Leidenschaft für ihren Blog – dass ihn tatsächlich jemand lesen würde hatte sie sich zu Anfang kaum träumen gewagt. Spätestens als die ersten Fotos von nachgekochten Gerichten außerhalb des Freundes- und Familienkreises eintrafen war aber klar: das liest jemand, und kocht es sogar. Wenn neben Rezepte-Erdenken, Freunde Bekochen, Weinverkostungen besuchen und Fotografieren noch Zeit bleibt liest Annette auch “normale” Bücher. Aber bitte keine Frauenromane, Familiensagas oder nur vermeintlich Lustiges. Am liebsten Fantasy, Murakami oder etwas mit Spannung und Leidenschaft – so wie “Thai Food” von David Thompson oder “BBQ & Grill” von Stéphane Reynaud.
Wibke Ladwig las schon in zarter Kindheit beim Frühstück die Werke von Schwartau, Zentis und Tuffi, wenn nichts anderweitig Bedrucktes in Reichweite war. In Unkenntnis über solch wegweisenden Erfindungen der Menschheit wie Büchereien oder Buchläden lernte sie die kostbaren Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke aus dem Schneider Verlag („Aber lies nicht wieder so schnell“) immerwiederlesend quasi auswendig und machte auch vor der Gesamtausgabe von Karl May und den Gesammelten Werken von Reader’s Digest nicht halt. Dem Dorf im Sauerland entsprungen, ließ sie über den Segnungen der Buchhandlungen (und, zugegebenermaßen, den verlockenden Angeboten der Gastwirtschaften und Popkultur) ihr Studium von Kunstgeschichte und Germanistik bis zum Abbröckeln schleifen. Sie wurde kurzerhand selbst zum Bücher-Dealer und versorgte die bedürftigen Buchstabenabhängigen. Später heuerte sie bei den Produzenten jener Suchtmittel an und war ob ihrer Hardcore Gamer-Erfahrungen rasch Bestimmerin deren Online-Geschicke. Inzwischen schreibt sie ins Internet und in Bücher, führt als Social Web Ranger Besuchergruppen durchs Internet, ist eine der Herbergsmütter des stARTcamp Köln und hütet die Wortweide. Laut diesem Interwebs und bestätigt durch geheime Quellen findet sie immer noch Zeit zu kochen, Pferdenasen zu streicheln oder mit dem Langbogen durch Eifelwälder zu pirschen.
Dorothee Bär ist Unterfränkin, passionierte Twitterin und CSU-Bundestagsabgeordnete. Sie liest Bücher am liebsten in der Badewanne oder einem ihrer drei Kinder vor. Wie sieht unsere (digitale) Gesellschaft morgen aus? Was sagt der Liebe Gott dazu? Und wie erkläre ich das alles meinen Kindern? Das sind nur Beispiele für die Fragen, die Dorothee Bär umtreiben, ob auf Twitter, Facebook oder im realen Leben.