148. Fünf Bücher von Malte Welding

Malte Welding schrieb sein erstes Drehbuch mit 9 Jahren, es ging um den Kampf Gut gegen Böse, eine paar tapfere Streiter stellten sich dem schwarzen Herz der Galaxis in den Weg, es gab einen lässigen Pistolero, eine schöne Prinzessin, einen naiven Helden, sprechende Roboter und eine große Schwester, die den Begriff Copyright erklärte. Momentan schreibt er wieder sein erstes Drehbuch, zwei Sachbücher hat er schon veröffentlicht, wobei er beim ersten versucht hat, alles reinzupacken, was er wusste, und beim zweiten alles, was er zwischendurch gelernt hatte. Er tat so, als ging es um Liebe, aber es geht immer um Alles. Und um Liebe.

Malte Welding

Portnoys Beschwerden

Wie kann man triebhaft sein und trotzdem ein ernstzunehmendes Mitglied der Gesellschaft, wie all die namenlosen Sauerein, die man durchzieht, mit seinem ansonsten ganz zivilen Selbst überein bringen? Niemand schreibt so gut, so tief, so echt, so komisch wie der junge Roth. Es ist eine neurotische Abenteuerreise.

Autor: Philip Roth. Übersetzer: Werner Schmitz.

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Elementarteilchen

Houellebecq seziert menschliches Leben kalt und präzise, ich teile seine Sicht auf die Welt nicht, aber wenn es einem zu gut geht, kann man sich bei niemandem so gut abkühlen.

Autor: Michel Houellebecq. Übersetzer: Uli Wittmann.

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Der Kampf der Häuptlinge

In meiner Erinnerung ragt Kampf der Häuptlinge unter den Asterix-Bänden heraus. Schon wegen des irrsinnig gewordenen Miraculix. Zu empfehlen sind alle Comics der Reihe, auch wenn ich sie seit bestimmt 20 Jahren nicht gelesen habe – zu empfehlen wenigstens dann, wenn die Kinder so werden sollen wie ich, was ein Wunsch ist, den viele Eltern haben sollten.

Autoren: Rene Goscinny, Albert Uderzo.

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Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft

Vermutlich wäre es nicht richtig, wenn man sagen würde, dass Robert Pfaller die scharfsinnigste Analyse unserer Gesellschaft liefert.
Es ist die scharfsinnigste Analyse von dem, was kommen wird. Jetzt stimmt, was er schreibt, nur für ein bestimmtes Milieu, leider ist es die Avantgarde, und ausgerechent die ist genauso verkrampft und unhedonistisch, wie Pfaller es beschreibt.

Autor: Robert Pfaller

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Tagebuch 1966-1971

Max Frisch hat meine Deutschlehrerin mir beinahe erfolgreich ausgetrieben, irgendwann habe ich dennoch angefangen, in seinen Tagebüchern zu lesen, und seitdem nicht mehr aufgehört. Er ist wahrscheinlich der Schriftsteller, den ich am liebsten lese, obwohl ich seine Prosa nicht mag.

Autor: Max Frisch

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