Cornelia Travnicek

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Cornelia Travnicek wurde 1987 in St. Pölten geboren, fast genau ein halbes Jahr nachdem die Stadt zur Hauptstadt von Niederösterreich wurde und Wien von dieser Aufgabe entband. Ihre Interessen sind vielfältig, was neben einem stark erhöhten Buchkonsum den Besuch einer Höheren Technischen Lehranstalt in der Abteilung für Elektronik, ein Studium der Informatik, sowie eines der Sinologie zur logischen Folge hatte. Ausgeprägte Neugier macht sie zur Reisenden. Eine besondere Reise, nämlich ihre durch den deutschsprachigen Literaturbetrieb, dokumentiert sie seit über drei Jahren auf ihrem Blog. Im März 2012 erschien ihr erster Roman „Chucks“ bei der Deutschen Verlags-Anstalt.

Cornelia Travnicek

Die Brüder Löwenherz

“Aber es gibt Dinge, die man tun muss, sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein Häuflein Dreck.” – Ich hatte lange vergessen wie dieses Buch hieß, wer der Autor oder die Autorin war – aber es war mir in Erinnerung geblieben als das Beeindruckendste, das ich in meiner Kindheit gelesen hatte. Als ich durch Zufall vor ein paar Jahren diese Gedächtnislücke schließen konnte, hatte ich das Gefühl einen schmerzhaften Verlust rückgängig zu machen.

Autorin: Astrid Lindgren. Illustrator: Ilon Wikland. Übersetzerin: Anna-Liese Kornitzky.

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Mohn und Gedächtnis

„Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt, daß der Unrast ein Herz schlägt.“ – Mein erstes außerschulisches Zusammentreffen mit Lyrik. Wenn man mir alle Gedichtbände wegnimmt und ich darf nur einen behalten, dann wähle ich diesen, wegen der Wucht und der Schönheit der Sprache, wegen allem, was man über das Menschsein daraus lernen kann.

Autor: Paul Celan

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Siddhartha

„Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben.“ – Dieses Buch war mein erstes Zusammentreffen mit daoistischem und buddhistischem Gedankengut abseits der wenigen Informationen im schulischen Religionsunterricht und hat mich, denke ich, stark geprägt. Ohne dieses Buch wäre ich vielleicht nicht die Person geworden, für die ich mich jetzt halte.

Autor: Hermann Hesse

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Memoiren einer Tochter aus gutem Hause

“Von der Zufriedenheit zur Überheblichkeit ist es nicht weit.“ – Das ist ein Buch, das viele junge Menschen, besonders junge Frauen, aus besser situierten Familien lesen sollten, denn es befördert die Selbstreflexion abseits aller soziologischen und politischen Koketterie ungemein. Außerdem ist Simone de Beauvoir nicht das schlechteste Vorbild, das man sich als Heranwachsende suchen kann.

Autorin: Simone de Beauvoir. Übersetzerin: Eva Rechel-Mertens.

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Das Hotel New Hampshire

„Es ist eine harte Arbeit und eine große Kunst, dass das Leben nicht zu ernst wird.“ – Mit „Das Hotel New Hampshire“ kann man lernen, wie man erzählt, wie einfach großartige Sätze auf dem Papier aussehen , und wie herrlich amüsant die Traurigkeit manchmal daherkommt.

Autor: John Irving. Übersetzer: Hans Hermann.

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Bild: Berti Posch