66. Fünf Bücher von Andrea Juchem

Mutter und Managerin Andrea Juchem liebt Lebensmittel – und das nicht nur privat sondern auch beruflich. Dass ihr diese Liebe nicht zum Verhängnis wird, verhindert sie durch viel Bewegung. Andrea ist der lebende Beweis dafür, dass sich analoge und digitale Welt wunderbar vereinen lassen: Es gelingt ihr, sich ihren Leidenschaften Lesen und Web 2.0 gleichermaßen hingebungsvoll zu widmen. Als religiöser Mensch und Rotarierin ist es für Andrea zudem selbstverständlich, sich nicht nur mit sich selbst zu beschäftigen, sondern sich auch für andere einzusetzen.

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Henriettas Haus

henriettas-hausNie hat jemand die Sehnsucht eines kleinen Mädchens nach Büchern und Fantasiewelten schöner beschrieben als Elizabeth Goudge. Und natürlich spielen neben märchenhaften Gestalten, englischer Landschaft, verschrobenen Menschen und einem Hündchen, Bücher die absolute Hauptrolle in der Geschichte, darf die Heldin doch die Bücher zusammenstellen, die jedes Kind gelesen haben muss, um sie dann später in ihrem verwunschenen Cottage als Geschenk wiederzufinden. Dieses Buch ist einfach in jedem Alter lesenswert (nur leider vergriffen).

Autorin: Elizabeth Goudge. Übersetzer: William G. Frank.

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Geschlossene Gesellschaft

„Die Hölle, das sind die anderen“. Der vielleicht bekannteste, aber auch der missverstandenste Satz aus „Geschlossene Gesellschaft“. Die Schilderung der Hölle als mit 3 Sofas möbliertem Hotelzimmer, in denen die Verdammten durch den Blick der anderen auf sich selbst die eigene Hölle erfahren, beschreibt die Hölle der wir uns freiwillig Tag für Tag in gefühlten Ewigkeiten aussetzen. Sartre dazu: „…es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen“.

Autor: Jean-Paul Sartre. Übersetzer: Traugott König.

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Die Reinheit des Mörders

Ich weiß nicht, was mich an dem Buch mehr begeistert hat, die erbarmungslose Art mit der der Literaturbetrieb vorgeführt wird, die mutige und wortgewandte Enttarnung eines Narzissten und Mörders oder die Intelligenz und Lebensweisheit mit der Amélie Nothomb im zarten Alter von 27 Jahren einen solchen Roman geschrieben hat. So ausgefeilte, mal feinsinnige, mal herbe verbale Gefechte, die sich der greise Schriftsteller und Frauenhasser Prétextat Tach mit der jungen Journalistin liefert, die ihn als einzige durchschaut und enttarnt, lassen den Leser das Buch atemlos verschlingen.

Autorin: Amélie Nothomb. Übersetzer: Wolfgang Krege.

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Vom Winde verweht

Der größte Liebesroman aller Zeiten. Held und Heldin die in ihrer Skrupellosigkeit und Selbstverliebtheit verwundertes Staunen hervorrufen und in ihrer tiefen Verletzlichkeit und wirklich empfundenen Liebe zu Tränen rühren. Politisch vollkommen unkorrekt und so schnulzig schön, dass jedes Mädchen sich bestimmt mindestens einmal im Leben ein Haus wie Tara und einen Geliebten wie Rhett Butler gewünscht hat.

Autorin: Margaret Mitchell. Übersetzer: Martin Beheim-Schwarzenbach.

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Die Bibel

Was soll ich sagen, das Buch der Bücher PUNKT oder aber auch ein Buch über das Leben, das Universum und den ganzen Rest in mehr als 42 Kapiteln. U.a. wird erklärt wer dieser Gott eigentlich ist.

Übersetzer: Martin Luther.

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