145. Fünf Bücher von Alexandra Tobor

Alexandra Tobor war eine Kindheit im kommunistischen Polen beschieden. Umgeben von Wellblech, Beton und Tristesse blätterte das blasse Mädchen im magischen Quelle-Katalog ihrer Oma, bis die Familie 1989 nach Deutschland auswanderte. Ihr schriftstellerisches Debut, die Migrationsgroteske „Sitzen vier Polen im Auto“, handelt von den ersten Jahren im Westen und ist gerade im Ullstein-Verlag erschienen. Dem deutschen Netzpublikum ist Alexandra als Slacker-Ikone @silenttiffy und zornige Bloggerin bekannt. In unregelmäßiger Folge betreibt sie „Knust“, einen audiovisuellen Quatsch-Podcast über die seltsamsten Werke der Kunstgeschichte.

Alexandra Tobor

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144. Fünf Bücher von Anne Schüßler

Anne Schüßler wuchs in Köln direkt an der A3 auf und ist dementsprechend emotional fest in dieser besten Stadt der Welt verwurzelt. Mittlerweile lebt sie im Ruhrgebiet und mag das auch, weil das dort genauso seltsam ist, wie die Leute immer sagen. Ihre literarische Karriere begann der Familiensage zufolge mit der anrührenden Geschichte einer Snegge [sic!], die zum Karneval wollte. Danach mogelte sie sich so ein bisschen durchs Leben, wurde nach Leverkusen umgesiedelt und studierte in Ermangelung eines ausgefeilten Zukunftsplanes in Bonn zunächst brotlose Kunst. Glücklicherweise kriegte sie noch die Kurve und macht jetzt was mit Computern. Wenn sie in ihrer Freizeit nicht gerade Bücher verschlingt oder Serien guckt, arbeitet sie an ihrer Zweitkarriere als sensible Singer-Songwriterin und schreibt über Alltagszeug, Essen, Softwarekrams und auf Twitter als @anneschuessler. Ananas und Bananen hält sie für weitestgehend überflüssig, möchte aber vor allem keine Rosinen in ihren Backwaren vorfinden. Sollte ihr wider Erwarten doch mal langweilig sein, ist sie als staatlich nicht anerkannte Bahnhofsrezensentin unterwegs und lässt sich zum Hochzeitstortenbacken überreden.

Anne Schüßler

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143. Fünf Bücher von Johanna Merhof

Johanna Merhof, 30, war als Kind schwer lesesüchtig. Die Büchereimitarbeiter im nordhessischen Bad Arolsen zeigten glücklicherweise Verständnis. Als Teenager konnten nur zwei Sachen mit schönen Worten mithalten: Musik und Jungs. Später zog sie nach Berlin, schrieb als freie Journalistin erst über Musik und dann in ihrer Kolumne auf Welt Online über Herziges. Letztes Jahr erschien ihr Debüt ‚Heartcore – Liebe ist ein Aufstand‘ im S. Fischer Verlag. Es macht Lust auf die Liebe und das Lieben. Und auf gute Musik.

Johanna Merhof

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142. Fünf Bücher von Katja Büllmann

Katja Büllmann ist eine freie Reisejournalistin, Buchautorin und Globetrotterin, die in der Regel lieber reist als anzukommen – es sei denn in Süditalien, wo man besser isst und trinkt als anderswo auf der Welt, wo Herzlichkeit, Offenheit und Gastfreundschaft keine hohlen Floskeln sind und wo jeder nach seiner Facon glücklich werden kann. Sie schreibt bei Malik/Piper über Frauen und lebensverändernde Reisen und veröffentlichte zuletzt im Corso Verlag eine Portraitsammlung aus ihrer neuen Heimat: „Apulien. Typen, Träumer, Lebenskünstler. Land und Menschen an einem Rande Europas“.

Katja Büllmann

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141. Fünf Bücher von Teresa Bücker

Teresa Bücker ist Feministin, seitdem sie als 5-Jährige feststellte, dass in der katholischen Kirche, die ihre Kindheit prägte, Frauen nicht gleichberechtigt und außerdem Symbol für das Sündhafte sind. Mittlerweile arbeitet sie in der Politik und hat dabei ihre Liebe zu Sprache und Mode nicht verloren. Ihre Kinder wird sie nicht trilingual, aber mindestens in einer Programmiersprache erziehen und die Filtersoftware einzig auf BILD.de ausrichten. Sie mag keine Blumen, aber Bärte, und Whiskey Sour nach dem Bikram Yoga. “Ich kann mir nichts besseres vorstellen, als diese Frau zu sein. Aber ich muss vor lauter Freude darüber nicht gegenüber Sexismus abstumpfen. Nicht gegenüber Diskriminierung. Und nicht gegenüber Dummheit”, sagt sie und schreibt darüber für ihr eigenes Blog und bei anderen Medien. Ihr erstes Buch wird im kommenden Jahr im Berlin Verlag erscheinen.

Teresa Bücker

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140. Fünf Bücher von Matthias Wagner

Matthias Wagner, Vater von vier Töchtern, ist Autor des Romans Wolkenbruch und des frisch geborenen Blogs Hirnstromern. Er lebt in vergnüglicher Entfernung vom städtischen Treiben auf den Höhen des Schwarzwaldes und bewirtschaftet mit seiner Familie unter engagierter Mithilfe von Eseln, Zackel, Ziegen, Katzen und Hund einen Bauernhof. Hauptberuflich arbeitet er als Ergotherapeut an der Psychiatrie in Freiburg und ist Herausgeber des Text-, Poesie und Bildbandes “In Uns und Außen – Menschen in der Psychiatrie schreiben und gestalten”. Nicht selten wünscht er sich im Haus eine Tür, auf deren Schwelle er sich duplizieren würde: das zurückbleibende Ich würde sich den Mußen und Pflichten des Alltags hingeben und das hindurchschreitende einzig und allein dem Lesen und Schreiben. Ein sehnsuchtsvoller Gedanke.

Matthias Wagner

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