96. Fünf Bücher von Rui Camilo

In Lissabon geboren hat es Rui Manuel De Assis Camilo schon mit 11 Jahren nach Wiesbaden verschlagen, wo sein Großvater Klarinettist am Staatstheater war. Nach seinem Studium zum Kommunikationsdesigner folgte er seiner wirklichen Berufung und begann als Fotograf zu arbeiten. Im Frühjahr dieses Jahres enstand, zusammen mit dem Sender ARTE der Film “Über den Inseln Afrikas – Sao Tomé und Principe” und gerade arbeite er an dem Buchprojekt “32 Hours”. Ein Fotoessay das während einer Reise mit der Organisation Löwenmut in Südafrika entstand – ein Verleger wird noch gesucht. Rui reist viel und war allein dieses Jahr schon in Tokio, Neuseeland, L.A., NY, Sao Tomé (Afrika), Uganda, Tansania, Hawaii,Portugal. Die restliche Zeit verbringt er gerne bei seiner Familie, einem guten Buch und – nicht zu vergessen – gutem Essen!

Rui Camilo

Der kleine Nick und seine Bande

In der 5. Klasse las uns unsere Lehrerin während des Häkelunterrichts – war damals ein Teil der Unterrichtseinheit “Werken” – die Geschichten vom kleinen Nick vor. Lausbubengeschichten aus der Sicht eines Lausbuben erzählt. Damit machte Sie Häkeln zu unserem Lieblingsfach und half uns unendlich lange Socken und Decken entstehen zu lassen. Goscinny, der auch die Texte zu Lucky Luke und Asterix schrieb ist einfach genial und nicht minder die Zeichnungen von Sempé.

Autor: René Goscinny. Illustrationen: Jean-Jacques Sempé. Übersetzer: Hans-Georg Lenzen.

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Grande Sertão

Grande-SertaoGuimaraes Rosa erzählt eine Geschichte die sich so, oder so ähnlich, zugetragen hat. Er hörte, als Kind, all diese Geschichten im Kramladen seines Vaters, in dem sich die Boiadeiros ausrüsteten, bevor sie wieder in den Grande Sertao aufbrachen, den wilden Westen Brasiliens, wo alles ein Kampf zu sein scheint: Glaube, Macht, Moral, Natur. Ich habe dieses spannende Buch, das am Ende mit einer wunderschönen Liebesgeschichte überrascht, in einem Rutsch durchgelesen.

Autor: João Guimarães Rosa. Übersetzer: Curt Meyer-Clason.

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Schwarz und Weiß: Das Leben der Diane Arbus

Eine Biografie über die legendäre Fotografin Diane Arbus, die in präziser Schilderung das soziale Umfeld und die Arbeitsweise von Arbus beschreibt. Ein “trauriges” Buch, das mich jedoch in meiner eigenen fotografischen Entwicklung weitergebracht hat.

Autorin: Patricia Bosworth. Übersetzer: Peter Münder, Frank Thomas Mende, Dorothee Asendorf, Barbara Evers.

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Magellan: Der Mann und seine Tat

Das Buch ist eher eine Art Biografie des Portugiesischen Seefahrers Fernao de Magalhaes, zu deutsch Magellan, als ein Roman. Es beschreibt die erste Weltumsegelung und bleibt spannend bis zur letzten Seite. Keiner meiner alten Geschichtslehrer in meinem Geburtsland Portugal konnte mir diese Geschichte so eindringlich greifbar machen wie Stefan Zweig mit seinem Buch.

Autor: Stefan Zweig

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Scharlachrot

Mit elf / zwölf habe ich die Bücher von Rosemarie Sutcliff verschlungen. Es sind Historien-Abenteuerromane die im frühen Mittelalter, in der Bronzezeit, etc. spielen. “Der Adler der neunten Legion” ist gerade verfilmt worden (viel Action, wenig Buch). In Scharlachrot geht es um einen Jungen, der trotz einer Behinderung nicht aufgibt und Krieger werden will. Ich habe mir schon überlegt noch einmal eines dieser Bücher zu lesen, den Gedanken aber verworfen, da ich den Zauber, den sie damals für mich hatten, nicht zerstören will.

Autorin: Rosemary Sutcliff. Übersetzerin: Ilse V. Lauterbach. Illustrator: Charles Keeping.

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