153. Fünf Bücher von Marion Voigt

Als Lektorin lese ich acht Stunden am Tag, Minimum. Geschichten, die noch nicht zwischen zwei Buchdeckel passen; Texte, die für eine Öffentlichkeit bestimmt sind, gedruckt oder digital. Das mache ich seit sechzehn Jahren im Alleingang, immer gut vernetzt. Ich verbinde Verlag und Autor, Text und Leser. Im Hinterkopf Duden und Co, im Sinn den besonderen Tonfall, die angemessene Form – und die Lust am Lesen.

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152. Fünf Bücher von Vera Hohleiter

Vera Hohleiter ist gerne auf Reisen. Oft ist sie mit schwerem Gepäck unterwegs, was vor allem an den Büchern liegt, die sie mit sich herumträgt. Sie behauptet gerne von sich, sie sei auf dem Frankfurter Flughafen aufgewachsen – was nicht ganz stimmt, in Wirklichkeit ist sie in einer Apotheke eine halbe Stunde südöstlich des Frankfurter Flughafens aufgewachsen. Früh mit Fernweh und Reisefieber infiziert, verbrachte sie aber schon als Teenager viel Zeit auf dem Flughafen, meist ohne Flugticket in der Tasche und nur mit der Absicht, die Passagiere und deren Gepäck zu studieren. Sie lebte zeitweise in New York, Paris, Yaoundé und mehrere Jahre in Seoul. Über ihr erstes Jahr in Seoul schrieb sie das Buch „Schlaflos in Seoul“, das 2009 bei dtv erschien. Ihr zweites Buch, der Reiseroman „Ein Baum oder eine Straße oder ein Haus“, ist in Vorbereitung. Im Moment pendelt sie
zwischen Berlin und Seoul und betreibt eine Website mit Reisetipps für Globetrotter.

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151. Fünf Bücher von Nicole Wiedinger

Nicole Wiedinger ist Philosophin. Lange Zeit hätte sie das so nicht formuliert, sagt sie. Doch mittlerweile sei ihr Faible fürs Denken einfach zu offensichtlich. Und die alte Streitfrage, ob nun eher das ‚Wahre’ oder das ‚Gute’ oder doch das ‚Schöne’ die glückbringende Essenz sei, interessiert sie wirklich. Über die Jahre war Nicole Wiedinger in verschiedenen Projekten und Positionen im Kunst- und Kulturbereich engagiert. Heute ist sie Geschäftsleiterin im Institut für Wirtschaftsgestaltung, einem Forschungsinstitut für Wirtschaftsphilosophie. „Hier denken, forschen und streiten wir. Hier irren und finden, vor allem aber erfinden wir. Hier sprechen, schreiben und beraten wir.“ Kürzlich bereitete sie eine Diskussionsrunde zum Thema Reichtum vor. Bei Georges Batailles fand sich der Gedanke, dass in einer Kultur, die einen guten Umgang mit ihrem Reichtum hat, nicht mehr der ‚Nutzen’, sondern der ‚Gefallen’ das entscheidende Kriterium wäre. – Da war er wieder, der Streit um die Universalien des Lebens. Mit einem beherzten Plädoyer für einen Paradigmenwechsel. Weg vom ‚Guten’, hin zum ‚Schönen’! „Wie das Schöne konkret zu verwirklichen ist? Wenn sich jemand darauf versteht, mit dem Anfang zu beginnen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass, was wird, auch schön wird!“

Nicole Wiedinger

Hier ihre fünf Bücher zur ‚Kunst des Anfangens’:
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150. Fünf Bücher von Matthias Planitzer

Begeistert über sein frühes Leseinteresse, stellten Matthias Planitzers Eltern ihm eines Tages Alexander Wolkows sechsteiligen „Zauberer der Smaragdenstadt“ in sein mutig dimensioniertes Bücherregal, den er zu ihrer Enttäuschung mit wenig Begeisterung las. Doch immerhin las der Junge, vor allem Sachbücher. Zwar hatten es ihm die Wissenschaften schon früh angetan, doch folgte bald die schöne und vor allem klassische Literatur. Die Lesegewohnheiten behielt er bei: Mit einem Studium der Medizin erfüllte sich der eine Teil, während die Kunst und das Schreiben zu veritablen Zweitbeschäftigungen wurden.

Matthias Planitzer
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